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Was uns antreibt Seite drucken

Die tiefere Absicht unseres Tun und Handelns wird durch fünf größere Ziele angetrieben und ist durch persönliche Erfahrungen im Umgang mit Schmerz und Behinderung geprägt.

  1. Der Patient im Zentrum der Therapie
    Im Zentrum aller Aktivitäten stehen Menschen mit Schmerz, Krankheiten und Handicaps, denen auf mehreren Ebenen wirkliche Hilfe – sowie auch Hilfe zur Selbstheilung – zuteil werden soll. Gleichzeitig bemühen wir uns, den Patient zum Agenten für seine eigene Gesundheit zu ermächtigen. In diesem Sinne ist die engste Zusammenarbeit interdisziplinärer Teams mit Ärzten, Naturheilpraktikern, Physiotherapeuten, Psychotherapeuten, Komplementärmedizinern und Trainern rund um das Myoreflex-Konzept notwendig.

  2. Brücken bauen!
    Für dieses Anliegen und für die betroffenen Patienten sind verbindende Brücken zwischen scheinbar sehr verschiedenen oder andersartigen medizinischen Systemen sowie deren Denkweise erforderlich. Interdisziplinäre Zusammenschlüsse, fach- und disziplinübergreifende Weiterbildungen sind dafür essenziell. Wir sehen es als eine sehr wichtige Aufgabe, Brücken zwischen den Erfahrungen der Chinesischen/Tibetischen Medizin und der modernen wissenschaftlichen Medizin zu bauen. Ebenso sind anwendungsrelevante – also begehbare – Brücken zwischen den neuesten Erkenntnissen und dem Wissen der Gehirnforschung sowie der Biochemie in die Gestaltung erfolgreicher Behandlungen notwendig. Aktuelles Wissen sollte viele scheinbar etablierten, aber veralteten Therapiekonzepte sofort revolutionieren. Eklatant betrifft diese Problematik auch die Lehrsysteme im Bereich Ernährung und veraltete Ideen der Ernährungswissenschaft, die trotz eindeutiger aktueller Forschungslage im medizinischen Alltag der klassischen Universitätsklinik noch selten wirklich auf dem neuesten Stand sind.

    Vor dem Hintergrund einer riesigen Zahl neuester Forschungsergebnisse und Studien muss zudem eine große Brücke zwischen den Pfeilern Ernährungs- und Bewegungsverhalten in den Bereich jeder effizienten Behandlung angelegt werden. Selbstverantwortung und Prävention können so realisierbarer gemacht werden.

    Eine weitere Brücke spannt sich zwischen dem Fachbereich Physik und der Anatomie in Funktion sowie den Akupunktur-Behandlungskonzepten auf. In der "Übersetzung" der wichtigsten Akupunkturpunkte in die Anatomie von Muskelursprung und Muskelansatz – und durch die Kalkulationen von Muskelmeridianen als kinetische Ketten in den Fächern Physik und Biokinematik werden Akupunkturpunkte effizient berechenbar. So wird die Erfahrungsmedizin Asiens tatsächlich beweisbar und greifbar. Patienten mit Muskel-, Gelenks-, Nerven-, Wirbelsäulen- und Schmerzproblemen profitieren auf diese Weise direkt, schnell, effizient und logisch.

  3. Fokus auf die Muskeln
    Von entscheidender Bedeutung in unserem Myoreflex-Behandlungskonzept sind die Muskeln. Therapiepraktische Relevanz erlangt das Muskelsystem jedoch nicht aus der zerstückelten "toten Anatomie" anhand des Studiums an der Leiche, sondern über die Gesetzmäßigkeiten der Nerv-Muskel-Steuerungsprozesse, der Gehirn-Muskel-Synchronisierung und über das Zusammenspiel der Muskeln in Funktion.

    Wir setzen uns seit 25 Jahren dafür ein, die Muskeln aus ihrem Schattendasein herauszuholen und über die Genialität ihrer Steuerungs- und Rückkopplungsregulierung ihre Funktionen populärer zu machen. Die muskuläre Balance und die Prozesse der neuromuskulären Synchronisierung berühren praktisch alle Facharztdisziplinen. Selbstverständlich ersetzt das nie einen Facharzt, kann aber sein Handlungsfeld gravierend erweitern und bereichern. Die Fachdisziplin Myoreflex rund um die Muskeln schließt notwendigerweise Lücken im Schmerzverständnis und verbindet die verschiedensten Disziplinen interdisziplinär.

    So sind die Kaumuskeln essenziell für das Verständnis und die Behandlung des Tinnitus, der Migräne und von Problemen mit Schwindel. Die Organisation des Muskelsystems der Halswirbelsäule ist notwendig für erfolgreiche Behandlungen im Zusammenhang mit Bandscheibenvorfällen, engem Spinalkanal und Schulter-Arm-Syndrom. Das muskuläre Zusammenspiel des Beckens und der Hüftbeuger, der Brustwirbelsäule und des Zwerchfells sowie der Treppenmuskeln über der Halswirbelsäule ist Grundlage für effiziente Behandlungen von Arthrose, Atemproblemen, Asthma, Rückenschmerz, Bluthochdruck und Magen-Darm-Beschwerden.

    Wir arbeiten dafür, dass die Muskeln in der Neuromyologie als eine eigene Fachdisziplin anerkannt werden – wie die Neurologie mit den Nerven und die Orthopädie mit den Knochen. Mit den Gesetzmäßigkeiten der Physik lassen sich Muskeln als Kraftvektoren beschreiben. Muskelursprünge und Muskelansätze sind als Fixpunkte in der Übersetzung auf knöcherne Strukturen zu betrachten. So können Schmerzen sich in so genannten Vektorrechnungen über Gesetze der Biokinematik verstehen, kalkulieren und im Myoreflexkonzept logisch lösen lassen.

    Die Myoreflextherapie stellt damit eine Brücke dar mit Übersetzungen zwischen dem Fach Physik, der medizinischen Disziplin Anatomie und der Erfahrungsmedizin mit Akupunktursystemen. Die vereinten Kenntnisse von Physik und Anatomie helfen dem Patienten ebenso wie die Brücke der Erklärung von Physik plus Anatomie.

  4. Energie- und Zuckerstoffwechsel sind essenziell
    Von zentraler Bedeutung für das Verständnis und die Effizienz von Behandlungen vieler sogenannter Zivilisationskrankheiten ist der Energiestoffwechsel. Störungen und Ungleichgewichte im Energiehaushalt können Muskelschmerzen, Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck, Entzündungen, Gedächtnis- und Aufmerksamkeitsprobleme bis hin zu neurodegenerativen Erkrankungen wie Morbus Parkinson, Multipler Sklerose und Alzheimer führen.

    Jahrelange Forschung im Bereich der Glyko-Biochemie und des Zuckerstoffwechsels im Gehirn eröffneten uns neue Wege und Lösungen für schwierige und komplexe Erkrankungen. Die Bedeutungen und die Aktionen des Zuckerstoffwechsels im Gehirn und in der Leber zeigt sich insbesondere im Störfall mit Energiehaushaltskrisen, Hyperinsulinämie, Insulinresistenz und Entzündungen. Energiemangel, Entzündungen, oxidativer Stress, Gefäß- und Nervendegeneration sind vor diesem Hintergrund Folgen von Störungen und Schieflagen in der Energieversorgung.

    Als wichtige Ursache und gleichsam als Wurzel scheinbar sehr verschiedener Erkrankungen spielen somit Stress, die Biochemie des Zuckerstoffwechsels sowie das Ernährungs- und Bewegungsverhalten eine extrem wichtige Rolle. Der Darm und der Leberstoffwechsel prägen das Milieu der tiefen Wurzeln vieler Stoffwechsel- und Neuroerrankungen. Das Dreieck Leber-Fettzelle-Muskel erlangt über die sogenannte Leber-Gehirn-Achse eine zentrale Bedeutung für die Gesundheit in Gehirn, Körper und Psyche. Als Basis jeder Therapie muss deshalb auf die Leber, den Energiestoffwechsel und die Ernährung geachtet werden.

    Überfrachtungen mit kurzkettigen Kohlenhydraten, Stärke und Zucker führen zu Stress und Verwertungsstörungen im Darm und in der Leber. Stärke, Zucker und Süßgetränke belasten die Leber – und von dort aus den Fettstoffwechsel. Fettzellen werden zu Hormonkrisenherden und heizen Entzündungen an. Zu hohe Insulinausschüttungen sind die gängige Folge und wie Öl ins Feuer. Während sich bei den einen Patienten Gefäße entzünden und verschleißen und zu Herzinfarkt oder Schlaganfall führen, werden bei anderen Patienten die Muskeln oder Knochen angegriffen. Muskelschmerz, Muskelschwäche, Immobilisation, Osteopenie und Osteoporose sind dann keine Erkrankungen aus heiterem Himmel, sondern Folgen von Stoffwechselentgleisungen. Bei einer weiteren Gruppe von Patienten wird – je nach familiärer Belastung – der Stoffwechsel des Gehirns in Richtung Alzheimer, Multipler Sklerose, Parkinson oder ALS entgleisen, oder es werden die Weichen in Richtung einer Krebserkrankung gestellt.

  5. Interdisziplinäre Zusammenarbeit im Sinne des Patienten
    Für die Umsetzung der Ziele 1 bis 4 sind Aufklärung, Weiterbildungen, Vorträge, Publikationen, Literatur, Ausbildungskonzepte mit fach- und disziplinübergreifenden Kompetenzen notwendig. Aus diesem Grund ist das Zentrum für die Patienten, das ZiT und der Verlag mit Weiterbildungsgesellschaft synchron neben- und ineinander geschaltet.

    Im engen Zusammenwirken zwischen Kurt und Reiner Mosetter konnten so eine Vielzahl von Fachartikeln und Büchern veröffentlicht werden. In sehr guter Koordination hat sich aus dem Praxisteam und den Weiterbildungen eine große Gruppe von Dozentinnen und Dozenten herausgeschält, die in München, Hamburg, Trondheim, Konstanz, Radolfzell, Hegne, Heppenheim und Winterthur die Grundausbildung zur Myoreflextherapie gestalten und weiterführende Aufbaukurse veranstaltet.

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